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Chronik einer vorhergesagten Aktienmarktkorrektur

Investment Insight

Daniel MORRIS
 

Kurzkommentar zum Ausverkauf und seinen Folgen für die Aktien-Allokation

Ist hier irgendjemand überrascht? Seit mindestens einem Jahr erwarten die Investoren eine Aktienmarktkorrektur. Fast das gesamte Jahr 2017 war die Volatilität gemessen am VIX niedrig. Der starke Kursanstieg von US-Aktien um 6% seit Anfang des Jahres schien schon immer übertrieben, vor allem weil die Erträge bereits in den zwölf Monaten zuvor extrem hoch waren.

Also warum gerade jetzt die Korrektur? Zweifellos hatte sich Druck aufgebaut. Die US-Staatsanleiherenditen sind gestiegen: Die Zweijahresrenditen stiegen auf ihren höchsten Wert seit 2008 und die Zehnjahresrenditen waren zuletzt so hoch wie seit 2014 nicht mehr. Die kurzen Renditen stiegen wegen der Zinserhöhung der US Federal Reserve, die langen wegen höherer Inflationserwartungen.

Wir gehen aber nicht davon aus, dass die US-Inflation stark steigt. Außerdem sind die Zinskosten für Unternehmen noch immer außerordentlich niedrig. Hinzu kommt, dass Steuersenkungen und die Repatriierung von im Ausland geparkten Gewinnen den Unternehmen beim Schuldenabbau helfen dürfte – und die steigenden Löhne sind gut für den Konsum.

Wahrscheinlich bleiben die Aktienmärkte eine Weile schwach, bevor sie sich wieder erholen. Wie lange das dauert, hängt von der Inflation ab. Wir gehen davon aus, dass die Kerninflation im Januar von 1,8% auf 1,7% fällt. Es noch zu früh, eine Bodenbildung an den Aktienmärkten auszurufen, halten aber das Umfeld für risikobehaftete Assetklassen nach wie vor für gut – und gehen davon aus, unsere Aktienpositionen bald aufzustocken.

Redaktionsschluss: 6. Februar 2018

 

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